Im Interview: So erleben unsere Mitarbeitenden die Team Retreats

Aug 3, 2026 von Vivienne Jeanbourquin

Wir haben Nadine und Vincent gefragt, was nach dem Retreat bleibt, wenn das Lagerfeuer erloschen, die Projekte abgeschlossen und das Erlebte nun Erinnerungen sind. Erfahre aus erster Hand, wie die Team Retreats von unseren Mitarbeitenden erlebt werden, wie sie die Stimmung beschreiben und an was sie sich noch lange erinnern werden. Es entstand ein spannender Dialog zwischen Vincent, der seit Jahren bei den Retreats dabei ist, und Nadine, die erst vor Kurzem bei uns gestartet hat und somit dieses Jahr zum ersten Mal an einem Team Retreat teilnahm.

Nadine und Vincent sitzen mir virtuell gegenüber und schauen mich gespannt an. Ob es mir wohl gelingt, ihre Erfahrung greifbar zu machen? Damit sie sich wieder in die Situation zurückversetzen können, frage ich sie zuerst, mit welchem Gefühl sie ins Retreat gestartet sind. Nadine antwortet prompt: «Mit Vorfreude und Neugier. Ich war aufgeregt, weil ich noch nie bei einem Team Retreat dabei war.» Auch Vincent spricht von Vorfreude, vor allem darauf, Kollegen zu sehen, die man lange nicht gesehen hat oder mit denen man nicht mehr im Team ist.

Was erwartet ein Frischling vom Team Retreat?

Ich hake bei Nadine nach, ob sie Erwartungen an das Retreat hatte und ob sich diese bestätigt haben. Sie denkt kurz nach und erklärt dann: «Zuerst habe ich angenommen, dass ich alle Team-Mitglieder kennenlernen werde. (lacht) Aber ich habe schnell gemerkt, dass dies bei so vielen Menschen während drei Tagen nicht möglich ist. Was sich aber erfüllt hat, war die Hoffnung, dass wir es lustig zusammen haben, sodass wir uns auch nach dem Team Retreat freuen, miteinander zu arbeiten.»

Ist das nicht dasselbe wie ein langes Feierabendbier?

Mich interessiert, was für sie das Team Retreat vom Büro-Alltag, dem Feierabendbier oder anderen internen Events unterscheidet. Team bleibt doch Team, oder nicht? Nadine bringt es auf den Punkt: «Ich finde unsere Events immer toll und die Menschen sind auch da sympathisch und locker, aber es bleibt auf einem kollegialen Niveau. Im Team Retreat hatte ich das erste Mal das Gefühl, dass wir uns geöffnet und sehr freundschaftlich verhalten haben.» Vincent nickt bestätigend und ergänzt: «Menschen lernt man besser kennen, wenn man über eine längere Zeit zusammen ist, was ich ganz schön fand.»

Ist es möglich, den Team Retreat Vibe zu beschreiben?

Beide betonen immer wieder eine lockere, freundschaftliche Atmosphäre, aber ich möchte noch mehr über die Stimmung, den Vibe, erfahren. Schaffen sie es, nur drei Wörter zu nennen? Die längste Pause im Interview und ein angestrengtes in die Luft starren folgen. Vincent blickt mit zusammengekniffenen Augen nach oben und beginnt langsam aufzuzählen: «Offen … kollegial … interessant» und nach einer kurzen Pause: «Neugierig!»

«Sehr gute Wörter! Jetzt bleibt gar nichts mehr für mich übrig.», scherzt Nadine, legt den Kopf schief und sucht nach einem anderen Wort für ‹lustig›, bis sie sich für ‹unterhaltsam› entschied. «Und ich möchte mich auch dem Begriff von Vincent anschliessen: ‹offen›.» Das dritte Wort sucht sie mit den Händen in der Luft, als würde sie einen Gedanken im Aussen formen wollen und lacht dazu mehrmals. Schliesslich gelingt es ihr mit: «Einfach so ‹mitenang›. Von der Dynamik hat es mich auch ein bisschen an eine Schulreise erinnert.» Ein spontanes Lachen verbindet uns. Tatsächlich habe ich diesen Vergleich schon von mehreren Team-Mitgliedern gehört.

Auch dieses Video entstand im Rahmen einer Projektarbeit am Team Retreat.

Welcher Programmpunkt hätte auch zwei Stunden länger dauern dürfen?

Beide scheinen das Team Retreat sehr genossen zu haben. Ich frage sie, welche Aktivitäten sie gerne noch ausgedehnt hätten. «Kann ich sofort beantworten», schmunzelt Vincent. «Die Zeit, in der die meisten Spiele stattfanden, zwischen Projektzeit und Abendessen.» – «Ja, das geht mir auch so. Am letzten Abend hatten wir mehr Freizeit, was ich sehr schätzte.», stimmt Nadine zu.

Vincent meldet sich noch einmal: «Und eine Projektvorstellung hätte mir auch gefallen. Früher haben die Teams am Ende ihre Projekte und Ergebnisse präsentiert, aber das ist aufgrund unserer Grösse in diesem Rahmen nicht mehr möglich.»

Wie habt ihr die Projektarbeit erlebt?

Als ich den Punkt von Vincent aufgreife, schaue ich in erfreute Gesichter. Vincent erzählt: «Es gab viele unterschiedliche Projekte. Ich fand es toll, zu sehen, dass nicht alle zu 100% in ihrem gewohnten Thema gearbeitet haben, sondern dass sie auch links und rechts geschaut haben, wo sie mitwirken könnten und dass wir das machen durften, worauf wir Lust hatten.»

Für Nadine war es vor allem der enge Austausch, den sie an der Projektarbeit schätzte: «Ich fand es erfrischend, gemeinsam an derselben Aufgabe zu arbeiten, da ich im Alltag die meiste Zeit selbstständig unterwegs bin. Der Austausch ist da natürlich auch möglich, aber hier hatten wir eine permanente, direkte Kommunikation. So konnte ich neue Dinge ausprobieren und trotzdem war immer jemand da, um mich bei Fragen zu unterstützen.»

Was waren eure Highlights?

Bei dieser Frage kommen wir sogleich ins Schwärmen. Neben der weitläufigen Location, dem Essen und dem Austausch stiessen besonders die unterschiedlichen Vergnügungsmöglichkeiten auf Begeisterung. Nadine gibt uns einen Einblick: «Man musste sich nicht verabreden, sondern konnte einfach über das Gelände laufen und sich dort dazugesellen, wo es einem hinzog: Volleyball, Roundnet, Tischfussball, Kubb, Reden oder Gitarre spielen am Lagerfeuer, Glühwürmchen beobachten oder Karten spielen mit einem Drink von der Bar. Es war überall immer etwas los.»

Aus den Augenwinkeln sehe ich Vincents Kopfnicken. «Genau, so haben alle zwanglos in Interessensgruppen zusammengefunden. Für mich war zudem die Location ein Highlight, da sie viel Möglichkeiten zum Spazieren und Erkunden bot.»

Und was nehmt ihr von dieser Zeit mit?

Wieder brauchen die beiden nicht lange zum Überlegen: «Ein paar Leute habe ich zum ersten Mal gesehen und nun gibt es etwas, das uns verbindet. Wenn ich jetzt im Alltag jemanden wieder treffe, erinnere ich mich, worüber wir gelacht und was wir gemeinsam erlebt haben.», freut sich Nadine. «Neue menschliche Verbindungen zu Kollegen. Und den Eindruck, dass Redguard einen als Mitarbeiter schätzt.», schliesst Vincent.

Was hat sich während fünf Jahren Team Retreat verändert?

Von Vincent möchte ich erfahren, was das Team Retreat für ihn nach so vielen Jahren eigentlich immer noch besonders macht. «Dass die Dynamik sich stets verändert, weil es immer mehr Kollegen werden, gleichzeitig aber viel Anstrengung unternommen wird, dass es zwanglos und frei gestaltbar bleibt.», antwortet er.

«Obwohl wir mittlerweile ungefähr 100 Mitarbeitende sind, pflegen wir immer noch einen freundschaftlichen Umgang. Die Atmosphäre bleibt locker, lässig und nicht so steif; das darf nicht verloren gehen. Wir waren immer recht frei, wann, wo und wie wir unsere Zeit einteilen. Dieses Jahr haben wir uns zudem erstmals gegen eine geplante Freizeitaktivität entschieden und waren so noch flexibler.»

Worauf freut ihr euch schon jetzt beim nächsten Team Retreat?

Nadine freut sich darauf, zu erfahren, wo wir nächstes Jahr hingehen werden und welche Projekte es geben wird, sowie auf den Austausch und die Freizeit. Vincent schliesst sich dem an: «Ich freue mich auf die neue Location und darauf, alle wieder zu sehen.»


Sei beim nächsten Team Retreat dabei!

Dich hat unsere Arbeitskultur neugierig gemacht? Siehst du dich schon mit den anderen am Lagerfeuer oder beim Kubb spielen? Wir freuen uns, wenn du unser Team verstärkst und wir nächstes Jahr gemeinsam ins Team Retreat fahren. Bewirb dich jetzt hier.

Mehr darüber, wie wir das Motto und die Projekte für unsere Team Retreats aussuchen oder wie die Tradition entstand, dass ein grosser Teil des Teams mit dem Fahrrad anreist, erfährst du im Blogbeitrag «Team Retreats: 3 Tage ‹Moonshot› und Fun».


< zurück